Geschichte der Thomasgemeinde

2011 fusionierten die Ev. Kirchengemeinde Frillendorf und die Ev. Kirchengemeinde Stoppenberg zur Ev. Thomasgemeinde Essen. So kam wieder zusammen, was 50 Jahre zuvor getrennte Wege gegangen war. Waren Ende der 50er Jahre die Gemeindegliederzahlen weit über der 10.000er Marke, so fiel die Zahl auf heute ca. 5500, mit weiter abnehmender Tendenz.
Seit 1896 gab es, bedingt durch die Zuwanderung evangelischer Arbeiter, eine selbständige evangelische Kirchengemeinde Stoppenberg, die auch Frillendorf umfasste. Großzügige Geschenke der Zechen Zollverein und Friedrich-Ernestine sowie die Unterstützung durch die Landeskirche ermöglichten den Bau eigener Gemeindegebäude. Am 23. Juli 1899 wurde der Grundstein für die (damals noch nicht so benannte) Thomaskirche gelegt, die am 17. November 1900 eingeweiht wurde. 1943 war die Thomaskirche in Folge von Bombardierungen zerstört, im November 1952 wurde sie wieder in Gebrauch genommen. 1957 wurde die Kirche am Erlenkampsweg in Gebrauch genommen, 1959 die Kirche Auf’m Böntchen (damals als Gemeindehaus gebaut, wurden die Pläne für einen eigenständigen Kirchbau nie umgesetzt). 1989 wurde die Thomaskirche umgebaut und das Foyer, das zu einem beliebten Gemeinderaum geworden ist, eingezogen. 2018 entwidmete die Thomasgemeinde die Kirchen am Erlenkampsweg und Auf’m Böntchen.
Viel wurde und wird in den Räumen gefeiert und gemeinsam gelebt, nicht nur Gottesdienste, Taufen, Trauungen, Beerdigungen, sondern auch Musik-, Kreativ- und Gesprächsgruppen, Frauenhilfen und Jugendkreise.
Die Herausforderung der Gegenwart lautet evangelisches Gemeindeleben trotz der rückläufigen Gemeindegliederzahlen zukunftsfähig zu machen.